13.09.– 11.04. 2018
Die schwedische Künstlerin und Designerin Fanny Spång (*1988) arbeitet in ihrer multidisziplinären Praxis mit visuellen Ausdrucksformen der Animation, Skulptur, Installation und des Grafikdesigns.
Vor ihrem Hintergrund als Designerin befasst sich die Arbeit Fanny Spångs mit den Ebenen und Dialogen zwischen Kunst und Design. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie organische Strukturen in einer verzerrten und minuziös anmutenden Form des Surrealismus. Des Weiteren analysiert sie Themen wie Vergänglichkeit, innere Leere, kollektives Bewusstsein und die Wahrnehmung von Zeit. Ausgehend von der Faszination für Natur und Wissenschaft befassen sich ihre Arbeiten mit anatomischen Texturen in einer ungewöhnlichen Kontextualisierung und Form. „Membrane Remembrance“ ist eine Ausstellung, die sich der Erforschung der Vergänglichkeit widmet. Das Wachstum sowie der Zerfall körperlicher Strukturen, ein Gedächtnis des Körpers, welches sich selbst zerstört, die Anarchie der Zellen und der ungleiche Kampf ums Überleben.
Die Ausstellung analysiert das integrierte Gedächtnis von Körpern in Form von Zellstrukturen, DNA Codes und den Kampf der Wissenschaft gegen die Prognose des Zerfalls. Eine Begegnung zwischen der Leichtigkeit, die der physikalischen Architektur von Membranen innewohnt und einem harten und unerbittlichem Material wie Beton.
Es ist ein Mausoleum des Unliebsamen, mit organisch anmutenden Objekten, die eine Separation vom Körper erfahren und in einen Ausstellungskontext überführt werden. „Membrane Remembrance“ zelebriert den unaufhaltsamen Zerfall unserer körperlichen Strukturen und lässt ihn in der Materialität des Betons gefrieren. Es ist eine Enddeckungsreise durch Strukturen und Formen von Tumoren; Objekten, die normalerweise unsichtbar im Körperinneren stecken durchziehen das Display der Ausstellung. Das was uns am Leben hält, die Zellregeneration kann gleichzeitig auch der Grund für unseren Tod sein. Das Ermitteln von Angst vor der Unberechenbarkeit unserer Körper und der damit einhergehende Kontrollverlust bilden den Focus der Auseinandersetzung.
Sound Installation von der schwedischen Klang Künstlerin Karin Wiberg karinwiberg.info
Kuratiert von Marlene Bart & Jean D. Sikiaridis – TURBA Gallery, Hannover
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